Dein erstes KI-Video:
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung am Beispiel von „Das Echo des Nordlichts“
Einleitung: Die Magie KI-generierter Videos
„Das Echo des Nordlichts. Ein Märchen aus Eis und Licht. In einer Welt, die im ewigen Winter zu erstarren droht, erzählt man sich die Legende von Lyra, einst eine sterbliche Weberin, die sich so sehr in die Schönheit des Aurora Borealis verliebte, dass sie einen Pakt einging…“
Diese Zeilen eröffnen ein Video, das auf den ersten Blick wie ein aufwendig produzierter Film wirkt. Doch das Besondere daran ist: Es wurde nicht mit einer Kamera gefilmt, sondern vollständig mit künstlicher Intelligenz (KI) zum Leben erweckt. Dieser Prozess, der einst nur Experten vorbehalten schien, ist heute auch für neugierige Anfänger erlernbar.
Dieses Dokument führt dich durch die drei grundlegenden Phasen der KI-Videoproduktion – von der ersten Idee bis zum fertigen Clip. Wir nutzen das Projekt „Das Echo des Nordlichts“ als Beispiel, um den kreativen Weg verständlich zu machen.
1. Phase: Das Fundament – Von der Idee zum Skript
Jedes beeindruckende KI-Videoprojekt beginnt nicht mit der Technologie, sondern mit einer menschlichen Vision. Verstehe die KI als dein Kreativ-Team. Du bist der Regisseur, der die Vision vorgibt und den Weg bestimmt.
Diese fundamentale Phase lässt sich in zwei entscheidende Schritte unterteilen:
- Die Geschichte entwickeln Bevor du auch nur an ein einziges Bild denkst, musst du deine Idee, deine Geschichte oder dein Märchen vollständig ausarbeiten und zu Papier bringen. Dieser Schritt ist entscheidend, denn er zwingt dich, jeden Aspekt deiner Erzählung genau zu durchdenken und eine klare Struktur zu schaffen. Das geschriebene Wort ist das Fundament, auf dem alles Visuelle später aufbaut.
- Bildideen ableiten Mit dem fertigen Skript in der Hand kannst du nun beginnen, die Geschichte in einzelne Szenen und konkrete Bildideen zu zerlegen. Dieser Prozess schlägt die Brücke vom reinen Text zur visuellen Umsetzung. Du legst fest, welche Momente gezeigt werden sollen und wie sie die Handlung vorantreiben.
Jede dieser schriftlichen Bildideen wird zur direkten Vorlage für deine späteren Text-Prompts, mit denen du die KI fütterst.
2. Phase: Die Visualisierung – Vom Skript zum bewegten Bild
In dieser Phase wird aus deinem Skript greifbares, visuelles Material. Der Prozess ist systematisch und baut Schritt für Schritt aufeinander auf.
2.1 Der erste visuelle Anker
Um eine konsistente Atmosphäre zu schaffen, ist es eine clevere Strategie, nicht mit dem gesamten Video, sondern mit einem einzigen Bild zu beginnen.
„Am Anfang stand kein Video, sondern ein einziges Bild. Ein Bild, das die Richtung vorgibt und die Stimmung trägt…“
Dieses „Anker-Bild“ dient als visueller Leitstern für das gesamte Projekt. Es definiert den Stil, die Farbpalette und die emotionale Tonalität, an der sich alle folgenden Bilder orientieren werden. Dieser Schritt verhindert, dass dein Video visuell auseinanderfällt, und spart dir unzählige Korrekturschleifen, da die KI von Anfang an einen klaren stilistischen Bezugspunkt hat.
2.2 Bilder mit Prompts erstellen
Um die gewünschten Bilder zu erzeugen, kommunizierst du mit der KI über sogenannte „Prompts“ – detaillierte Textbeschreibungen. Ein effektiver Prompt besteht aus mehreren zentralen Bestandteilen:
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Bestandteil |
Erklärung |
Beispiel aus dem Kontext |
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Bildbeschreibung |
Der kreative Text, der beschreibt, was im Bild zu sehen sein soll. |
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Qualität |
Die Einstellung zur visuellen Detailtreue und Hochwertigkeit. |
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Größe/Format |
Die Dimensionen des zu erstellenden Bildes. |
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Anzahl |
Die Menge der zu generierenden Bildvarianten. |
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2.3 Die Bilder zum Laufen bringen
Sobald du eine Sammlung von Bildern hast, die deine Szenen darstellen, beginnt der nächste magische Schritt: die Verwandlung von statischen Bildern in kurze Videoclips. Um dabei weiche und flüssige Übergänge zu gewährleisten, wurde im Projekt eine besonders wirkungsvolle Technik angewendet:
„…habe ich immer wieder den letzten Clip, die letzte Frame vom Bild genommen und habe das wieder am Anfang fürs neue Video genutzt.“
Diese Technik ist der Schlüssel, um die typischen, oft unzusammenhängenden Sprünge zwischen KI-generierten Clips zu vermeiden. Sie schafft eine Illusion von Kamerabewegung und sorgt dafür, dass sich die Szenen wie eine einzige, durchgehende Aufnahme anfühlen.
Aus diesen einzelnen, animierten Bausteinen kann nun das große Ganze zusammengesetzt werden.
3. Phase: Die Fertigstellung – Vom Clip zum finalen Video
Im letzten Schritt werden die vielen kurzen Videoclips, die du erstellt hast, in einem Schnittprogramm zu einem zusammenhängenden Film montiert. Diese Phase erfordert Geduld und folgt einer Philosophie der kontinuierlichen Verbesserung. Es geht nicht darum, auf den ersten Versuch perfekt zu sein, sondern darum, deine Vision schrittweise zu realisieren.
Die Kernprinzipien dieses Prozesses sind:
- Starte in kleinen Schritten: Arbeite dich Szene für Szene vor. Erstelle viele einzelne, kurze Videoclips und baue dein Meisterwerk Baustein für Baustein auf.
- Optimiere statt wegzuwerfen: Betrachte jede Szene wie Ton in den Händen eines Bildhauers. Der erste Versuch ist selten final. Der wahre kreative Prozess liegt im schrittweisen Verfeinern – durch leichte Anpassungen am Prompt, das Ausprobieren von Varianten oder das Neugenerieren einzelner Elemente, bis die Szene deiner Vision entspricht.
- Du hast die Kontrolle: Dieser iterative Prozess verstärkt die Kernaussage: Nicht die KI übernimmt die Herrschaft, sondern du als kreativer Kopf steuerst das Werkzeug, um deine Ziele zu erreichen.
Um diesen gesamten Prozess umzusetzen, benötigst du einige grundlegende Werkzeuge.
Die Werkzeugkiste für dein KI-Video
Für das Projekt „Das Echo des Nordlichts“ wurden drei grundlegende Programm-Kategorien benötigt, die auch du für deinen Start brauchst:
- Ein Programm für Bilder: Zur Erstellung der visuellen Szenen basierend auf deinen Text-Prompts.
- Ein Programm für die Bewegung: Um die statischen Bilder in dynamische Videoclips zu verwandeln.
- Ein Programm für den Schnitt: Um die einzelnen Clips zu einem fertigen Film zusammenzufügen, Übergänge zu gestalten und das Timing anzupassen.
Im Quellvideo wird darauf hingewiesen, dass die spezifisch genutzten Programme in der Videobeschreibung verlinkt sind. Das wichtige Thema der musikalischen Untermalung wird in einem zukünftigen Video behandelt.
Dein Start in die KI-Videowelt
Die Erstellung von KI-gestützten Videos ist kein technischer Selbstzweck, sondern ein kreativer, iterativer Prozess, der heute für jeden zugänglich ist. Wie das Beispiel zeigt, kann aus einer einfachen Idee, einem sorgfältig geschriebenen Skript und einer schrittweisen Umsetzung ein beeindruckendes visuelles Märchen entstehen.
Der beste Weg zu beginnen, ist, mit einer eigenen kleinen Idee zu starten. Nutze die hier beschriebenen Phasen als Leitfaden und experimentiere. Du wirst sehen, wie aus deinen Worten Welten entstehen können.
Anleitung zum KI Video
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